Mit Cyber-Versicherungen gegen Internetkriminalität absichern

Mit Cyber-Versicherungen gegen Internetkriminalität absichern

Internetkriminalität hat schon seit längerem Einzug in private und gewerbliche Netzwerke genommen. Doch in den letzten Monaten und Jahren haben sich Intensität und Erfolgsquote der Internetkriminellen dramatisch erhöht.

Hinzu kommt, dass sich mit Gesetzen, wie das IT-Sicherheitsgesetz und die kommende Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) auch die Haftungssituation für Unternehmen, die personenbezogene Daten vorhalten, verschärft hat.  Die Angriffsarten sind vielseitig und in ihrer Entwicklung schneller als die Seite der Verteidiger mit ihrer Software.

Vom kleinen Privatmensch bis hin zu Industrieunternehmen war laut Statistiken fast jeder Dritte bisher betroffen. Die Schäden reichen von 200 Euro bis zu 40 Millionen Euro. Das Internet hat ihren Zenit noch lange nicht erreicht und mit Industrie 4.0 und „Internet of things“ stehen die nächsten Einfallstore für Internetkriminelle parat. Unter allen gefürchteten Schäden die Unternehmen weltweit fürchten hat das Thema Cyberangriffe mittlerweile den dritten Platz eingenommen. Der Reputationsschaden durch einen Cyberangriff ist die meistgefürchtetste Folge.

Deutschland nimmt unter allen angegriffenen Ländern weltweit einen Spitzenplatz ein und gilt als das Land mit den meisten Cyberangriffen. Umfragen und Studien bringen zum Vorschein, dass mangelndes Verständnis, Budgeteinschränkungen und veraltete IT-Infrastruktur die Hauptgründe sind, warum Unternehmen sich nicht stärker gegen Cyberangriffe zu schützen. Letzteres zu modernisieren bedeutet meist enormen Geld- und Zeitaufwand. Zum Teil kann nur eingeschränkt gearbeitet werden oder Budgets können einen umfassenden technischen Schutz nicht realisieren.

Doch auch wenn Unternehmen stark aufgerüstet und investiert haben, bleibt immer noch ein nicht zu bezifferndes Restrisiko. Dieses Risiko kann zum Beispiel mit einer Police gegen Cyberangriffe auf eine Versicherung abgewälzt werden.

Der Versicherungsmarkt für diese speziellen Policen ist immer noch jung und sehr dynamisch in der Entwicklung. Zu großen internationalen Gesellschaften kommen weitere Marktteilnehmer, auch aus dem Ausland auf den Markt. Hier einen Überblick zu behalten und sich durch dutzende Seiten Versicherungsbedingungen zu arbeiten ist dem Verbraucher nicht zuzumuten.

Diese Aufgabe können Versicherungsmakler übernehmen und aufzeigen welche Kosten nach einem Cyberangriff entstehen und welche davon eine Versicherung übernimmt. Wichtig sind die Unterschiede in der Definition eines Versicherungsfalles und in den vorgesehenen Summenbegrenzungen. Können Sie sich vorstellen, dass ein Restaurant einen 105.000 Euro Schaden verursachen kann, oder allein die Reputationskosten eines großen, mittelständischen Unternehmens über 2 Millionen Euro verschlingen können? Vielleicht haben  auch Sie schon in der Presse einige Schadenfälle gelesen und fragen sich: „Ist das versicherbar?“

Die Antwort ist JA. Vom entstandenen Sachschaden, über Forensikkosten, bis hin zur juristischen Begleitung im Meldeverfahren, ist es wichtig, dass Sie Transparenz über alle Kosten erhalten und einen Versicherungspartner an Ihrer Seite haben, der diesen Weg mit Ihnen gemeinsam geht.

Nicht nur Versicherungsexperten haben der Cyberversicherung den Beinamen „Feuerversicherung des 21. Jahrhunderts“ gegeben. Denn kaum ein Schadenereignis sonst kann noch solch eine existenzvernichtende Wirkung haben.

Verfasser: Carsten Wehland (Cyber-Experte der AXA)

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